Vorbereitung in der Landschaftsfotografie

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Gründer von Atelier Schulte.
Ich sehe, was andere oft übersehen. Für mich geht es um Nuancen, um Licht, um das Detail, das ein Bild trägt. Mein Geheimnis? Intuition, Beharrlichkeit, und guter Kaffee.

Florian

Die Vorbereitung
Es beginnt alles mit einem Plan. Was möchte ich fotografieren? Und was ist mein eigentliches Motiv? Ich meine hier nicht den familiären Nachmittagsausflug ins Grüne – auch wenn eine Kamera dort nicht schaden würde.

In der Landschaftsfotografie geht es um das Motiv im Kopf. Im Grunde ist sie eine Form von Portraitfotografie: Alles dreht sich um das Objekt, das vor einem Hintergrund steht – oder in ihn eingebettet ist.

Das Motiv klar definieren

Fangen wir klein an. Eine Blume – sagen wir ein Alpenedelweiß – soll das Motiv werden. Möchte ich sie in karger, schotterreicher Umgebung zeigen oder auf saftigen Wiesen? Soll eine einzelne Blume im Fokus stehen oder ein ganzer Bestand?

Dasselbe gilt für größere Szenen: Will ich ein Tal zeigen, einen Berg, einen Fluss oder eine herbstliche Landschaft?

In der Vorbereitung muss das Motiv eindeutig definiert sein.

„Hervorragende Landschaftsfotografie ist niemals das ziellose Fotografieren von Szenarien.“

Professionelle Landschaftsfotografie aus dem Alpenraum – Licht, Stimmungen und natürliche Weite in Österreich und darüber hinaus.


Der Weg zum Motiv

Ist das Objekt festgelegt, beginnt die Detailplanung. Wo befindet es sich? Komme ich mit dem Auto hin – oder wie lange muss ich gehen? Sind viele Höhenmeter zu bewältigen oder eher flaches Gelände?

Auch der Rückweg muss in die Fotoplanung einbezogen werden.

Gerade auf Reisen wird das schnell zur Herausforderung. Unterkünfte werden meist nach anderen Kriterien gebucht und die Wege zum Motiv unterschätzt. Die Schwierigkeiten bemerkt man oft erst vor Ort.
Diese Denkweise zieht sich durch meine gesamte Arbeit in der Landschaftsfotografie – ausführlich beschrieben im Leitartikel zur Landschaftsfotografie.

🔗 Lichtstimmung in der Landschaftafotografie

Die richtige Zeit wählen

Nachdem Motiv und Weg bekannt sind, folgt die Frage: Wann fotografiere ich?

Die Jahreszeit und das Wetter haben enormen Einfluss auf das Motiv und auf den Weg dorthin. Schneefall in den Dolomiten verlangt eine andere Planung als Sonnenschein in der Wachau. Selbst wenn der Weg derselbe ist, ändern sich Zeitaufwand und Ausrüstung massiv.

Wann soll das Foto entstehen?

  • im Sonnenaufgang
  • im Sonnenuntergang
  • im weichen Licht der goldenen Stunde

Reise ich in der Dunkelheit an? Gehe ich in der Dunkelheit zurück? Habe ich genug Zeit eingeplant, um rechtzeitig am Fotopunkt zu sein? Und bin ich körperlich in der Lage, das auch umzusetzen?

Diese Fragen gehören fest zur Vorbereitung für gute Landschaftsfotos.

Golden Hour über der Gail im Gailtal, aufgenommen per Drohne – atmosphärische Landschaftsfotografie von Florian Schulte.

Apps und Planungstools

Als Landschaftsfotograf empfehle ich eine Mischung aus Apps, Hausverstand und Scouting.

Um Wetter und Sonnenstand grob einzuschätzen, gibt es hervorragende Tools:

  • Bergfex
  • Ventusky
  • Sunseeker
  • Alpenglow

In der Theorie liefern Apps erstaunlich präzise Daten. In der Praxis braucht es aber gesunden Menschenverstand. Gewitter lassen sich kaum planen, Wolkenstimmungen noch weniger. Die Apps zeigen nur Tendenzen – nicht die Realität.

Sonnenstands-Analyse mit der Sunseeker-App im Wald – Planung und Vorbereitung in der professionellen Landschaftsfotografie.

Locationscouting – unverzichtbar

In der Landschaftsfotografie rate ich eindringlich zum Scouting. Das Motiv einmal bewusst und ohne Stress zu besuchen, ist ein enormer Vorteil – auch wenn nicht jedes gute Motiv um die Ecke liegt. Auf Fotoreisen gehören Scoutingtage bewusst eingeplant.

Ein Vorab-Besuch bringt klare Vorteile:

  • das Terrain ist bekannt
  • Zeit und Wegstrecke sind realistisch einschätzbar
  • per App lassen sich vor Ort exakte Sonnenstände prüfen
  • das benötigte Equipment lässt sich genauer bestimmen
  • mögliche Fotopunkte können stressfrei getestet werden
Sonnenaufgang über nebelverhülltem Wald und spiegelndem Wasser im Naturpark Schütt – Landschaftsfotograf Florian Schulte

Geduld, Realität und der Faktor Zeit

Am Ende muss jeder selbst entscheiden, wie viel Zeit in die Vorbereitung fließen soll. Zeit ist ein Kostenfaktor. Und ja: Es ist oft zermürbend, denselben Ort immer wieder aufzusuchen, um ein starkes Landschaftsfoto zu machen.

Aber genau das ist die Realität.

Gute Landschaftsfotografie entsteht selten zufällig.

„Landschaftsfotografie ist nicht Wandern mit der Kamera im Gepäck.“

Alles andere sind überbelichtete Himmel auf Instagram.

Drohnenaufnahme der Nockalmstraße mit geschwungenen Serpentinen im goldenen Morgenlicht – moderne Landschaftsfotografie von Fotograf Atelier Schulte, Spezialist für Alpenlandschaften und visuelle Markenästhetik in Österreich.
Fotografische Reportage von der Nockalmstraße in Kärnten

In den nächsten Wochen gibt es dann Teil 2 der vier Säulen. Zuvor aber bitte den Eintrag 1 – Grundlagen lesen

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