Ein klarer Sommertag an der Soča in Slowenien – und damit perfekte Bedingungen für die Planung kommender Landschaftsaufnahmen.
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Bei dieser Tour ging es weniger um das finale Bild, sondern darum, Orte zu finden, an denen Licht, Perspektive und Zugang stimmen.
Die Soča bietet dafür eine Vielzahl fotogener Abschnitte: ruhige Passagen mit türkisfarbenem Wasser, enge Schluchten mit Gischt und dramatischen Kontrasten sowie Blickachsen auf die umliegenden Berge.

Der Fokus beim Locationscouting lag auf dem Zusammenspiel aus Flussverlauf, Vegetation und Sonnenstand. Früh am Morgen oder gegen Abend bieten viele dieser Spots ein komplett anderes Lichtgefühl als zur Mittagszeit. Einige Perspektiven laden zu Langzeitbelichtungen mit ND-Filter ein – besonders dort, wo das Wasser über Steine rauscht oder tiefe Strömungen sichtbar werden. Andere hingegen profitieren vom eingefrorenen Moment in schneller Belichtungszeit: kristallklare Wellen, bewegte Spiegelungen.

Bei jedem Ort wurde notiert: Zugangsmöglichkeiten, Sonnenrichtung, Schattenwurf und ob sich eine Aufnahme lohnen würde. Die Fotos helfen, ein Gefühl für den Ort und seine Stimmung zu entwickeln. Das Ziel ist, zum passenden Zeitpunkt mit dem richtigen Licht zurückzukehren – ob für Filmaufnahmen oder eine Serie für das Portfolio.
Für mich als Fotograf vom Atelier Schulte, spezialisiert auf Landschaftsfotografie, ist dieser Prozess zentral. Nicht jedes Motiv entsteht spontan – oft ist es das gezielte Unterwegssein, das Beobachten, das letztlich die Stärke der finalen Aufnahmen bestimmt.


