
Arbeitsplatzportraits sind für mich mehr als klassische Businessfotografie. Sie zeigen Menschen dort, wo sie täglich arbeiten, denken und handeln. In ihrer gewohnten Umgebung. Genau dort entstehen ehrliche Bilder, die mehr erzählen als ein neutrales Business-Portrait.
In diesem Blogartikel stelle ich zwei sehr unterschiedliche Arbeitsplatzportraits vor: einen Hutmacher aus Bad Aussee und einen Jäger aus Niederösterreich. Beide üben ihren Beruf hauptberuflich aus. Beide stehen für Erfahrung, Verantwortung und eine starke Verbindung zu ihrem Arbeitsumfeld. Während das Handwerk des Hutmachers tief in der Tradition verwurzelt ist, zeigt der Jäger eine andere Form von Berufung – geprägt von Natur, Ruhe und Verantwortung.
Ich fotografiere Menschen am Arbeitsplatz, weil mich diese Situationen interessieren. Ich lerne Berufe kennen, Abläufe, Denkweisen und Umgebungen. Jede Arbeit erzählt ihre eigene Geschichte. Diese Geschichten sichtbar zu machen, ist für mich eine Herzensangelegenheit. Es geht nicht um Inszenierung, sondern um Nähe, Respekt und Authentizität.
Arbeitsplatzportraits verbinden für mich zwei Welten: Businessfotografie und Portraitfotografie. Einerseits zeigen sie Menschen in ihrem beruflichen Kontext. Andererseits bleiben sie persönlich und zurückhaltend. Die Umgebung ist kein Hintergrund, sondern Teil des Portraits. Werkzeuge, Räume, Licht und Materialien gehören zur Geschichte.
Diese Art der Fotografie ist heute selten geworden. Umso wichtiger ist sie für Unternehmen, Selbstständige und Menschen mit handwerklichen Berufen. Ich bin dafür gerne in ganz Österreich unterwegs. Jede Begegnung erweitert meinen Blick, mein Wissen und mein Verständnis für unterschiedliche Arbeitswelten.
Arbeitsplatzportraits sind für mich Fotografie mit Haltung. Ruhig, ehrlich und nah am Menschen.


